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Geothermie
Mit der Einführung einer kommunalen Wärmeplanung wurde ein erster Schritt hin zu einer effizienteren lokalen Wärmenutzung unternommen. Allerdings bestehen aus planerischer Sicht noch unbefriedigende Handlungsperspektiven für die Erschließung und Nutzung geothermischer Wärmepotenziale, wie sie auch beim bereits beschriebenen Kiepelbergquartier möglich vorhanden sind.
Die Erschließungsrisiken und -kosten sind hoch und müssen bei der kommunalen Wärmeplanung in Bezug auf Kriterien wie Wärmeabnahmepotenzial, Kosten der Wärmeverteilung und Siedlungsstruktur (Siedlungsdichte) abgewogen werden. Das Projekt "Optionen zur Nutzung Mitteltiefer und Tiefer Geothermie in der kommunalen Wärmewende in der Metropolregion Nordwest" hat zum Ziel, praktische Erfahrungen in den Kommunen der Region zu sammeln und einen strukturierten interkommunalen Erfahrungsaustausch zu ermöglichen. Ein Leitfaden soll als Handlungsansatz entwickelt werden, um die Nutzung mitteltiefer und tiefer Geothermie in der kommunalen Wärmewende zu unterstützen. Der Projektantrag wurde bereits bewilligt. Konkret wird bei uns in Ritterhude das Thema geothermische Wärmegewinnung durch einen Salzstock behandelt.
Projektverlauf / Präsentationsmaterialien
"Salzstock Lesum"
Der Salzstock Lesum ist eine oberflächennahe Salzstruktur im Bremer Stadtteil Burglesum, dem Bremer Ortsteil Blockland und der benachbarten niedersächsischen Gemeinde Ritterhude. Er wird wirtschaftlich genutzt als Kavernenspeicher für Dieselöl als Teil der strategischen Ölreserve für Krisenzeiten sowie Erdgas gelagert werden. „Der Bremer Ortsteil Burgdamm liegt vollständig über dem Salzstock, die Ortsteile Lesum, Werderland, Burg-Grambke und Blockland sowie die Gemeinde Ritterhude teilweise. Der aus dem Zechstein-Salinar gebildete Salzstock hat eine flächenmäßige Ausdehnung von 5,5 × 3,5 km und eine Sekundärmächtigkeit von über 4600 m; die höchste Stelle liegt nur 135 m unter NN bzw. 157 m unter Geländeoberkante. [WIKIPEDIA]
Im Salzstock kann nach Erfahrungen aus dem Aller- Leine –Tal davon ausgegangen werden, dass im Salz bis zu 100% höhere Wärmeleistungen pro Meter Sonde erzielt werden können. Im Zusammenhang mit Planungen für die Schaffung eines Energiegewinnquartiers im Rahmen eines Konzepts zur Energetischen Quartierserneuerung in der Gemeinde Ritterhude sollen die Möglichkeiten zur thermischen Nutzung des unter dem Quartier liegenden Salzstocks Lesum in einer Vorstudie untersucht werden.
Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden auch den für die Wärmeplanung zuständigen Stellen in Bremen zur Verfügung gestellt. Im unmittelbar an die Gemeinde Ritterhude angrenzenden Wohngebiet Marßeler Feld besteht ein seit den 60er Jahren bestehendes Fernwärmenetz, dessen Heizzentrale ebenfalls direkt über der Salzstockhochlage liegt.
Weitere Informationsmaterialien zum Thema Salzstock:
- Das geothermische Potenzial von Salzstrukturen in Norddeutschland
- Informationssammlung Salzstock Lesum
- Erhöhte Entzugsleistung von Erdwärmesonden in Salzstockhochlagen (powerpoint)
- Erhöhte Entzugsleistung von Erdwärmesonden durch Salzstockhochlagen (Studie)
- Alfred-Wegener-Institut: Seismische Untersuchungen am Dedesdorfer Salzstock
- Abschlussbericht Dedesdorfer Salzstock
Ansprechpartner/in
| Hannes Többen | |
| Organisationseinheit Sachgebiet 30 - Bau, Planung und Umwelt Rathaus Gemeinde Ritterhude, Zimmer 23 // 1. OG Riesstraße 40 27721 Ritterhude Telefon: 04292 889-165 Telefax: 04292 889-200 E-Mail: klimaschutz@ritterhude.deE-Mail: h.toebben@ritterhude.de | |
