„Bunt statt grau“ – diesen Titel trägt ein neues Faltblatt des Landkreises Osterholz, das Informationen rund um eine naturnahe Gartengestaltung bietet. Das Bauordnungsamt möchte hiermit attraktive Alternativen zu den vielerorts vorhandenen Schottergärten aufzeigen. Denn auf den ersten Blick erscheinen diese Gärten pflegeleichter. Doch was viele nicht wissen: Eine richtig bepflanzte Fläche kann noch viel weniger Aufwand bedeuten, schöner aussehen und gleichzeitig der Natur etwas Gutes tun.
Ein begrünter Garten bietet Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten, verbessert die Luftqualität durch die Produktion von Sauerstoff und die Bindung von Feinstaub, bietet in den warmen Monaten wertvollen natürlichen Schatten, unterstützt die Versickerung von Niederschlägen und kann Nutzerinnen und Nutzern einen natürlich-schönen Sichtschutz bieten. Richtig ausgewählte Pflanzen ermöglichen zudem viele Monate eine schöne Blütenpracht, die nicht nur das Auge, sondern auch eine Vielzahl an Insekten erfreut. Im Landkreis Osterholz gibt es viele Fachbetriebe aus dem Bereich der Garten- und Landschaftspflege, die bei der richtigen Auswahl an Pflanzen helfen, denn jeder Garten ist anders und muss auch so individuell gestaltet werden.
In den vergangenen Jahren wurden immer mehr sogenannter Schottergärten angelegt. Dies sind vornehmlich Vorgärten, die mit Kies-, Schotter- oder Steinflächen gestaltet werden. Viele Eigentümerinnen und Eigentümer erhoffen sich einen geringeren Pflegeaufwand und weniger Kosten. Doch dies ist oftmals ein Irrtum. Nicht nur für die Natur sind diese naturfremden Flächen nutzlos, auch die Pflege und Säuberung von Steinbeeten ist nach einiger Zeit mit viel Aufwand verbunden. Steine setzen mit der Zeit Grünspan an und müssen aufwendig gesäubert werden. Gleichzeitig können sie Niederschläge schlechter speichern und sorgen für ein Aufheizen der Umgebungsluft.


